Ich mache mir viele Gedanken und schreibe sie manchmal auf. Vielleicht inspirieren meine Texte zum

  • Nachdenken
  • Weiterdenken
  • Tieferdenken
  • Darüberhinwegdenken
  • sich mit mir auszutauschen - darüber würde ich mich am meisten freuen :-)

Ohne Fleiss kein Preis

«Ohne Fleiss kein Preis» - wurde Ihnen dieser Glaubenssatz auch mit auf den Weg gegeben?

Ich mag Bienen und Ihr Zuhause. Dem geschäftigen Treiben zuzuschauen finde ich faszinierend. Der Fleiss der Bienen ist sprichwörtlich. Fleiss gilt bei uns als hohes Gut. Als bienenfleissig gelobt zu werden, kann wohltuend sein.

Aber sind Bienen wirklich fleissig? Schuften sie – vor allem die Honigbienen – unermüdlich? Was würden die Bienen selbst dazu sagen? Wohl, dass sie einfach effizient sind und genau so viel arbeiten, dass es ihrem Volk möglich ist, seine Gene an die nächste Generation weiterzugeben. Was kann der Fleissanspruch bei uns Menschen auslösen?

Zuviel Fleiss ist ungesund, aber ohne wird’s auch schwierig. Gerade Jugendlichen wird gegenteilig oftmals eine minimalistische Haltung – vor allem in der Schule – unterstellt. Die Erfahrung, auch meine eigene, zeigt, dass eher von Jungen eine ablehnende Haltung gegenüber Fleissaufgaben besteht, während Mädchen sich damit in der Regel einfacher tun.

Aber zurück zum Zuviel: «Zu viel Fleiss fällt auf dem Eis». In diesem alten Sprichwort kommen die Folgen des Zwangs zum Ausdruck. Wenn das Selbstwertgefühl nur durch extremen Arbeitseinsatz aufrechterhalten werden kann, wird es ungesund. Ein Burnout droht. Das dürfte bei den Bienen nicht der Fall sein. Bei Ihnen schon? Dann suchen Sie sich rechtzeitig Unterstützung.

 

 

Vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen

… bedeutet zum einen, dass man etwas Offensichtliches nicht bemerkt, die naheliegendste Lösung nicht sieht oder vor lauter Auswahlmöglichkeiten die beste Lösung nicht erkennt. Eine Entscheidung zwischen vielen Möglichkeiten wird als schwierig erachtet. Man kann in Gedankenkreisen gefangen sein und keinen Ausweg finden. Warum fällt es uns manchmal so schwer, Entscheidungen zu fällen? Meist ist es die Angst vor dem Verlust. Denn die Entscheidung für eine Lösung bedeutet gleichzeitig ein Entscheid gegen eine Vielzahl anderer Optionen, die uns noch offenstanden. Wir grübeln darüber nach, ob eine andere Entscheidung besser gewesen wäre.

Zum anderen kann das Sprichwort aber auch bedeuten, dass jemand sich mit so vielen Einzelheiten und Kleinigkeiten beschäftigt, dass der Blick für das Ganze verloren geht. Dann kommt der Stress. In solchen Momenten hilft es,

  • sich auszuklinken und einen Moment inne zu halten. Es braucht Distanz, um die Übersicht wieder zu finden und sich nicht in all den Details zu verlieren.
  • Schritt für Schritt konzentriert weiterzugehen. Vielleicht hilft der Rückzug an einen ruhigen Ort.
  • einen Plan mit Prioritäten zu haben.
  • zu erkennen, dass eine gute Leistung vollkommen reicht – Perfektionismus führt zum Gefühl, nie fertig zu werden.
  • einen Waldspaziergang zu machen! Denn Ausflüge in den Wald wirken sich positiv auf Herz, Immunsystem und Psyche aus.

 

 

Also, ab in den Wald! Und ein Coaching – vielleicht bald durch raschelndes Laub – ist oftmals eine gute Option zu einem Indoor-Coaching. Denn wer sich bewegt, bewegt etwas. Outdoor-Coaching – let’s try!

Nein? Ja: Nein!

Kennen Sie das? Gerade ist Ihnen wieder ein «Ja» rausgerutscht, obwohl Sie lieber «nein» gesagt hätten? «Nein» - ein wichtiges Wort. Fällt es Ihnen leicht, es auszusprechen? Oder sagen Sie manchmal «ja», obwohl Sie eigentlich «nein» meinen? Warum ist das so? Weil «Ja» sagen im Moment einfacher sein kann. Wir möchten gefallen, geliebt werden. Zudem sind wir es seit unserer Kindheit gewohnt, bestimmte Erwartungen zu erfüllen. Im Erwachsenenalter hinterfragen wir gewisse Handlungsmuster oftmals gar nicht.

Ein «Nein» bedeutet Verweigerung und hat somit Konfliktpotential. Aber: Ein «Nein» ist das Ergebnis einer klaren Entscheidung. Dahinter steht eine selbstbestimmte Haltung. Diese lässt sich trainieren. Folgende Punkte können Ihnen dabei helfen:

  • Lassen Sie sich Zeit. Oft fühlt man sich überrumpelt und sagt vorschnell «ja».
  • Erlauben Sie sich ein «Nein». Es ist Ihr Recht!
  • Lernen Sie, das Neinsagen auszuhalten.
  • Manchmal geht auch ein sanftes, aber dennoch klares «Nein».
  • Finden Sie heraus, warum es Ihnen schwerfällt, «nein» zu sagen. Aus welcher Motivation heraus haben Sie «ja» gesagt, obwohl Sie vielleicht «nein» gemeint hast? Ist es die Angst vor Ablehnung? Tut es Ihnen gut, von anderen gebraucht zu werden? Oder möchten Sie nichts verpassen? Vielleicht haben Sie aber auch ein sehr ausgeprägtes Pflichtgefühl?

 

Dann gibt es noch die andere Seite: Wie gehen Sie mit einem Nein um? Können Sie es akzeptieren, ein Nein zu hören oder fühlen Sie sich dann verletzt oder beleidigt? Das Nein der anderen zu ertragen – davor schrecken vorsichtige Menschen oft zurück, weil sie sich persönlich zurückgewiesen fühlen. Dann lässt man das Risiko, ein «Nein» einstecken zu müssen, lieber bleiben. Man stellt entscheidende Fragen erst gar nicht und lässt damit auch Chancen und Möglichkeiten bleiben.

 

Es lohnt sich, das eigene Ja- und Neinsagen zu überdenken. Denn: Ein «Nein» bedeutet ein «Ja» zu sich selbst!

Meersicht - Mehrsicht


Der Blick in die Weite - aufs offene Meer hinaus - er hilft, mehr zu sehen, anderes zu sehen. Wir können in die Ferne blicken, den Horizont wahrnehmen und Freiheit spüren. Ein Gefühl von Unendlichkeit und alles ist möglich, kommt auf. Die Gedanken kommen in den Fluss, es entstehen neue Ideen oder es stellt sich eine wunderbare Ruhe und Gelassenheit ein. Es kommen Geräusche dazu. Die gleichmässige Brandung beruhigt. Und das Blau wirkt ausgleichend und entspannend.  

Dem Alltag entfliehen und ans Meer fahren. Eine Sehnsucht, die viele Menschen kennen. Wie können wir mit ihr umgehen, wenn der nächste Urlaub am Meer unendlich weit weg scheint?

Wir können uns Erinnerungen ans Meer, die wir festgehalten haben, mit Fotos und Videos zurückholen. Natürlich ersetzen diese die Eindrücke vor Ort nicht. Aber dennoch kann es uns gelingen, wieder etwas ins Gefühl des Abschaltens und der Horizonterweiterung zu kommen.

Auch ein Coaching kann helfen, das Leben mit einem distanzierten Blick zu betrachten und so auf neue Möglichkeiten zu stossen. Es ist erstaunlich, was innert kurzer Zeit möglich ist, wenn man sich darauf einlässt.

 

Wie wäre es mit einem Meersicht-Coaching? Oder lieber ein Mehrsicht-Coaching? 

Fragen über Fragen - die Kunst des guten Fragens

 

  • Was möchten Sie erreichen?
  •  Wie wird das erreichte Ziel Ihr Leben verändern?
  •  Welche Stärken würden Ihnen Ihre Mitarbeitenden zusprechen?

 

Die Frage ist das mit Abstand wichtigste Instrument im Coaching. Ohne Fragen ist kein Coaching möglich. Aber nicht nur im Coaching und in der Beratung, auch im (Berufs-)Leben unterstützen gute Fragen den Arbeits- und Lernprozess oder schlichtweg das Zusammenleben. Sie regen die Selbstreflexion des Gegenübers an und verhelfen zu neuen Gedanken.

Oftmals reicht es in Gesprächssituationen nicht, eine Frage zu stellen und sich die Antwort anzuhören. Die Probleme oder Hintergründe sind zu komplex, um sie mit einer einfachen Frage zu klären. Aber wann sind Fragen erfolgreich? Welche Fragen führen zu den «richtigen» Antworten? Es braucht spezielle Fragen, welche die befragte Person dazu bewegen, einen Sachverhalt genau zu überdenken oder aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Erfolgreiches Fragen setzt eine entsprechende Haltung voraus: Es braucht eine innere Offenheit für die Antwort. Dazu zählen Empathie und die Bereitschaft, wirklich aktiv zuzuhören in Form eines wertschätzenden Interesses. Der Coach muss das Gegenüber verstehen wollen. Er bringt inhaltliches Verständnis auf und hakt an den richtigen Stellen nach. Mit kurzen Zusammenfassungen der Kernaussagen fühlt sich die befragte Person gut verstanden.

Vieles was zum Thema Fragen und Fragetechniken im Coaching bekannt ist, kann auch im (Berufs)-Leben angewandt werden. Aber welche Arten von Fragen gibt es? Und für welche Situationen sind sie jeweils geeignet?

Die Unterscheidung in offene und geschlossene Fragen ist allgemein bekannt.

Geschlossene Fragen können mit einem Wort beantwortet werden: ja/nein, gut/schlecht. Im Coaching ist die geschlossene Frage selten erwünscht. Durch sie wird ein Gespräch eher abgewürgt.

Offene Fragen – zum Beispiel W-Fragen – laden das Gegenüber zum Nachdenken ein:

  • Welche Argumente sprechen für, welche gegen einen Stellenwechsel?
  •  Worauf sind Sie besonders stolz?
  •  Wovon möchten Sie mehr in Ihrem Leben?

Es gibt noch eine Reihe weiterer Fragetypen. Hypothetische und zirkuläre Fragen sind zwei Beispiele.

Hypothetische Fragen haben eine wunderbar befreiende Wirkung. Sie zielen meist auf die Zukunft ab und ermöglichen es, neue Sichtweisen und Lösungsansätze in Gedanken durchzuspielen. Die Kreativität und Eigeninitiative werden angeregt.

  • Welche Folge hätte es, wenn Sie ab sofort keine Überstunden mehr machen würden?
  • Was würde schlimmstenfalls passieren, wenn Sie Ihre Gehaltsvorstellung kommunizieren?
  • Angenommen, Sie könnten Ihren Wunschberuf kreieren? Wie würde dieser aussehen? Wie würde ein solcher Tag ablaufen?

Bei zirkulären Fragen geht es darum, die Aussenperspektive einzunehmen. Sie ermöglichen es, Informationen über das eigene Denken und Verhalten aus der Perspektive eines anderen Systemmitglieds zu gewinnen. So können auch Beziehungen innerhalb eines Systems transparent gemacht werden. Durch das Einnehmen eines neuen Blickwinkels können alte Denkmuster aufgebrochen und neue Lösungen entwickelt werden.

  • Was würden ihre Mitarbeitenden dazu sagen?
  • Wie würde Ihre Chefin auf diese Änderung reagieren?
  • Wie würde Ihr Kollege diese Situation einschätzen?

 

Darf ich Ihnen ein paar Fragen stellen?

Stille Wasser gründen tief

«Stille Wasser gründen tief» - diese Redewendung bezieht sich auf introvertierte Menschen, die das Rampenlicht lieber anderen überlassen und so eher übersehen werden.

 

Würden Sie sich auch eher als «introvertiert» bezeichnen? Leiden Sie manchmal sogar darunter? Verständlich, aber nicht nötig! Extrovertierte gelten zwar als erfolgreicher und beliebter. Sie scheinen in unserer schnelllebigen Welt besser zurechtzukommen. Deswegen sind introvertierte Menschen aber nicht langweilig! Sie sind kreativ, können gut zuhören, sind gewissenhaft, aufmerksam und vieles mehr. Introvertierte tanken Kraft in Ruhephasen, während Extrovertierte sie eher aus der Begegnung mit anderen Menschen ziehen.

 

Zwar ist ein Mensch selten rein intro- oder extrovertiert, tendiert jedoch in die eine oder andere Richtung.

Wenn man die stilleren, introvertierten Menschen entdeckt und besser kennenlernt, kommt häufig Überraschendes zutage. Introvertierte punkten mit Kreativität, Ruhe und Konzentration. Introvertierte Menschen erkennt man zum Beispiel daran, dass sie

  • es vermeiden, im Mittelpunkt zu stehen und sich in Diskussionen in grossen Gruppen zurückhalten.
  • nicht so spontan sind und Entscheidungen sorgfältig abwägen.
  • oftmals lieber schreiben, als sich mündlich auszudrücken.
  • Zeit brauchen, um sich zu öffnen.
  • darüber nachdenken, wie sie auf andere wirken.
  • das Alleinsein gut geniessen können
  • in stressigen Situationen Ruhe bewahren und den nächsten Schritt abwägen.

 

 

Tun Sie sich trotzdem manchmal schwer mit Ihrer stillen Art? Ist sie oftmals gerade in beruflichen Situationen eine grosse Herausforderung? Lassen Sie uns darüber sprechen – es gibt «Tipps und Tricks», die Ihnen das Leben leichter machen!

 

 

Ziele - im Coaching und im (Berufs-)Leben

 

Was möchtest Sie oder was wollen Sie? In meinen Coachings ist die Arbeit mit Zielen zentral. Häufig bedeutet ein auf den Punkt formuliertes Ziel die Lösung des Problems. Wirklich? Wirklich! Wie kann das funktionieren?

 

Ein wirksames Ziel zu finden ist manchmal Knochenarbeit, lohnt sich aber immer, denn in einem Ziel steckt Lösungsenergie und somit Lösungsstrategie! Natürlich gibt es Strategien, die schlecht funktionieren. Zum Beispiel, wenn jemand weniger leiden, aber nichts ändern möchte. Oftmals stolpert man über innere Einschränkungen, die Auswirkungen in vielen Lebensbereichen haben. Hier kommt die Qualität der Zielsetzung zum Tragen.

Aber was macht ein Ziel zum Ziel? Was unterscheidet Ziele von Wünschen oder Hoffnungen?

 

Bekannt ist die SMART-Systematik, welche zum Beispiel im Projektmanagement oder in der Mitarbeiterführung im Rahmen einer Zielvereinbarung angewendet wird. Diese besagt, dass ein gutes Ziel folgende Voraussetzungen erfüllen muss: 

  • Spezifisch: Das Ziel soll so konkret, eindeutig und genau wie möglich formuliert sein.
  • Messbar: Das Ziel muss ein messbares Kriterium enthalten.
  • Akzeptiert: Das Ziel muss von allen Beteiligten akzeptiert sein, sonst fehlt die Identifikation.
  • Realistisch: Ziele müssen realisierbar sein; durch das eigene aktive Verhalten beeinflussbar sein.
  • Terminiert: Zu jedem Ziel gehört eine klare Terminvorgabe.

Damit ein Ziel wirklich wirksam formuliert ist, braucht es aber mehr! Es muss

  • positiv formuliert sein (was möchten Sie? und nicht: was möchten Sie nicht?).
  • attraktiv sein, sonst scheitern Sie an der Motivation.
  • konkret formuliert sein. Kleine Schritte sind meist konstruktiver als grosse.
  • Ihnen guttun und in Ihr Leben passen.

Und - was möchten Sie – oder: was wollen Sie?

Gerne unterstütze ich Sie bei der Formulierung und Umsetzung Ihrer anspruchsvollen Ziele!