Ich mache mir viele Gedanken und ich liebe es, zu schreiben. Vielleicht inspirieren meine Texte zum

  • Nachdenken
  • Weiterdenken
  • Tieferdenken
  • Darüberhinwegdenken
  • sich mit mir auszutauschen - darüber würde ich mich am meisten freuen :-)

Fragen über Fragen - die Kunst des guten Fragens

 

  • Was möchten Sie erreichen?
  •  Wie wird das erreichte Ziel Ihr Leben verändern?
  •  Welche Stärken würden Ihnen Ihre Mitarbeitenden zusprechen?

 

Die Frage ist das mit Abstand wichtigste Instrument im Coaching. Ohne Fragen ist kein Coaching möglich. Aber nicht nur im Coaching und in der Beratung, auch im (Berufs-)Leben unterstützen gute Fragen den Arbeits- und Lernprozess oder schlichtweg das Zusammenleben. Sie regen die Selbstreflexion des Gegenübers an und verhelfen zu neuen Gedanken.

Oftmals reicht es in Gesprächssituationen nicht, eine Frage zu stellen und sich die Antwort anzuhören. Die Probleme oder Hintergründe sind zu komplex, um sie mit einer einfachen Frage zu klären. Aber wann sind Fragen erfolgreich? Welche Fragen führen zu den «richtigen» Antworten? Es braucht spezielle Fragen, welche die befragte Person dazu bewegen, einen Sachverhalt genau zu überdenken oder aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Erfolgreiches Fragen setzt eine entsprechende Haltung voraus: Es braucht eine innere Offenheit für die Antwort. Dazu zählen Empathie und die Bereitschaft, wirklich aktiv zuzuhören in Form eines wertschätzenden Interesses. Der Coach muss das Gegenüber verstehen wollen. Er bringt inhaltliches Verständnis auf und hakt an den richtigen Stellen nach. Mit kurzen Zusammenfassungen der Kernaussagen fühlt sich die befragte Person gut verstanden.

Vieles was zum Thema Fragen und Fragetechniken im Coaching bekannt ist, kann auch im (Berufs)-Leben angewandt werden. Aber welche Arten von Fragen gibt es? Und für welche Situationen sind sie jeweils geeignet?

Die Unterscheidung in offene und geschlossene Fragen ist allgemein bekannt.

Geschlossene Fragen können mit einem Wort beantwortet werden: ja/nein, gut/schlecht. Im Coaching ist die geschlossene Frage selten erwünscht. Durch sie wird ein Gespräch eher abgewürgt.

Offene Fragen – zum Beispiel W-Fragen – laden das Gegenüber zum Nachdenken ein:

  • Welche Argumente sprechen für, welche gegen einen Stellenwechsel?
  •  Worauf sind Sie besonders stolz?
  •  Wovon möchten Sie mehr in Ihrem Leben?

Es gibt noch eine Reihe weiterer Fragetypen. Hypothetische und zirkuläre Fragen sind zwei Beispiele.

Hypothetische Fragen haben eine wunderbar befreiende Wirkung. Sie zielen meist auf die Zukunft ab und ermöglichen es, neue Sichtweisen und Lösungsansätze in Gedanken durchzuspielen. Die Kreativität und Eigeninitiative werden angeregt.

  • Welche Folge hätte es, wenn Sie ab sofort keine Überstunden mehr machen würden?
  • Was würde schlimmstenfalls passieren, wenn Sie Ihre Gehaltsvorstellung kommunizieren?
  • Angenommen, Sie könnten Ihren Wunschberuf kreieren? Wie würde dieser aussehen? Wie würde ein solcher Tag ablaufen?

Bei zirkulären Fragen geht es darum, die Aussenperspektive einzunehmen. Sie ermöglichen es, Informationen über das eigene Denken und Verhalten aus der Perspektive eines anderen Systemmitglieds zu gewinnen. So können auch Beziehungen innerhalb eines Systems transparent gemacht werden. Durch das Einnehmen eines neuen Blickwinkels können alte Denkmuster aufgebrochen und neue Lösungen entwickelt werden.

  • Was würden ihre Mitarbeitenden dazu sagen?
  • Wie würde Ihre Chefin auf diese Änderung reagieren?
  • Wie würde Ihr Kollege diese Situation einschätzen?

 

Darf ich Ihnen ein paar Fragen stellen?

Stille Wasser gründen tief

«Stille Wasser gründen tief» - diese Redewendung bezieht sich auf introvertierte Menschen, die das Rampenlicht lieber anderen überlassen und so eher übersehen werden.

 

Würden Sie sich auch eher als «introvertiert» bezeichnen? Leiden Sie manchmal sogar darunter? Verständlich, aber nicht nötig! Extrovertierte gelten zwar als erfolgreicher und beliebter. Sie scheinen in unserer schnelllebigen Welt besser zurechtzukommen. Deswegen sind introvertierte Menschen aber nicht langweilig! Sie sind kreativ, können gut zuhören, sind gewissenhaft, aufmerksam und vieles mehr. Introvertierte tanken Kraft in Ruhephasen, während Extrovertierte sie eher aus der Begegnung mit anderen Menschen ziehen.

 

Zwar ist ein Mensch selten rein intro- oder extrovertiert, tendiert jedoch in die eine oder andere Richtung.

Wenn man die stilleren, introvertierten Menschen entdeckt und besser kennenlernt, kommt häufig Überraschendes zutage. Introvertierte punkten mit Kreativität, Ruhe und Konzentration. Introvertierte Menschen erkennt man zum Beispiel daran, dass sie

  • es vermeiden, im Mittelpunkt zu stehen und sich in Diskussionen in grossen Gruppen zurückhalten.
  • nicht so spontan sind und Entscheidungen sorgfältig abwägen.
  • oftmals lieber schreiben, als sich mündlich auszudrücken.
  • Zeit brauchen, um sich zu öffnen.
  • darüber nachdenken, wie sie auf andere wirken.
  • das Alleinsein gut geniessen können
  • in stressigen Situationen Ruhe bewahren und den nächsten Schritt abwägen.

 

 

Tun Sie sich trotzdem manchmal schwer mit Ihrer stillen Art? Ist sie oftmals gerade in beruflichen Situationen eine grosse Herausforderung? Lassen Sie uns darüber sprechen – es gibt «Tipps und Tricks», die Ihnen das Leben leichter machen!

 

 

Ziele - im Coaching und im (Berufs-)Leben

 

Was möchtest Sie oder was wollen Sie? In meinen Coachings ist die Arbeit mit Zielen zentral. Häufig bedeutet ein auf den Punkt formuliertes Ziel die Lösung des Problems. Wirklich? Wirklich! Wie kann das funktionieren?

 

Ein wirksames Ziel zu finden ist manchmal Knochenarbeit, lohnt sich aber immer, denn in einem Ziel steckt Lösungsenergie und somit Lösungsstrategie! Natürlich gibt es Strategien, die schlecht funktionieren. Zum Beispiel, wenn jemand weniger leiden, aber nichts ändern möchte. Oftmals stolpert man über innere Einschränkungen, die Auswirkungen in vielen Lebensbereichen haben. Hier kommt die Qualität der Zielsetzung zum Tragen.

Aber was macht ein Ziel zum Ziel? Was unterscheidet Ziele von Wünschen oder Hoffnungen?

 

Bekannt ist die SMART-Systematik, welche zum Beispiel im Projektmanagement oder in der Mitarbeiterführung im Rahmen einer Zielvereinbarung angewendet wird. Diese besagt, dass ein gutes Ziel folgende Voraussetzungen erfüllen muss: 

  • Spezifisch: Das Ziel soll so konkret, eindeutig und genau wie möglich formuliert sein.
  • Messbar: Das Ziel muss ein messbares Kriterium enthalten.
  • Akzeptiert: Das Ziel muss von allen Beteiligten akzeptiert sein, sonst fehlt die Identifikation.
  • Realistisch: Ziele müssen realisierbar sein; durch das eigene aktive Verhalten beeinflussbar sein.
  • Terminiert: Zu jedem Ziel gehört eine klare Terminvorgabe.

Damit ein Ziel wirklich wirksam formuliert ist, braucht es aber mehr! Es muss

  • positiv formuliert sein (was möchten Sie? und nicht: was möchten Sie nicht?).
  • attraktiv sein, sonst scheitern Sie an der Motivation.
  • konkret formuliert sein. Kleine Schritte sind meist konstruktiver als grosse.
  • Ihnen guttun und in Ihr Leben passen.

Und - was möchten Sie – oder: was wollen Sie?

Gerne unterstütze ich Sie bei der Formulierung und Umsetzung Ihrer anspruchsvollen Ziele!